Deutscher Sportlehrerverband e.V.

Sportlehrerverband Sachsen-Anhalt

Deutscher Sportlehrerverband
Landesverband Sachsen-Anhalt
Birgit Hoffmann
(Geschäftsstelle)
Gartenstraße 25
06179 Langenbogen

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In der Woche vor Weihnachten 2025 stand für uns eine intensive und zugleich äußerst motivierende Fortbildungswoche auf dem Programm: In Uderns im Zillertal (Österreich) absolvierten wir eine sechstägige Ski-Kompaktweiterbildung, die gezielt darauf ausgerichtet war, Lehrkräfte zu befähigen, mit Schülerinnen und Schülern einen Ski-Kompaktkurs sicher, strukturiert und schülergerecht durchzuführen.

Unter der Anleitung erfahrener Fortbildungsleiterinnen und -leiter sowie Betreuerinnen und Betreuer durchliefen wir in kompaktem Format die didaktische Reihe des alpinen Skilaufs. Obwohl viele von uns bereits sicher Ski fahren, lag der Schwerpunkt bewusst darauf, den gesamten Lehrweg noch einmal konsequent „von Grund auf“ zu erleben, nicht für uns als Könner, sondern mit dem klaren Blick darauf, wie man Bewegungen verständlich erklärt, Fehler erkennt und Lernprozesse für Gruppen sinnvoll aufbaut.

Dabei wurde deutlich: Gutes Skifahren ist das eine, gutes Vermitteln das andere. Genau hier setzte die Weiterbildung an. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns vom Grundlagenbereich bis hin zu technisch anspruchsvolleren Bausteinen vor, immer mit dem Ziel, Inhalte methodisch sauber und gleichzeitig motivierend für Schülergruppen zu gestalten.

Besonders prägnant und im Verlauf der Woche immer wieder zentrale Anker, waren die Begriffe „vor hoch“, „belasten“ und „beidrehen“. Sie halfen uns, Bewegungsabläufe klar zu strukturieren, technische Schwerpunkte greifbar zu machen und eine gemeinsame Sprache für die Vermittlung im Unterricht zu entwickeln. Genau diese klare, wiederholbare „Skisprache“ ist es, die später im Kursalltag Orientierung gibt,sowohl für Lehrkräfte als auch für Lernende.

Ein großes Plus der Woche war die Vielfalt an Übungsformen: Von methodischen Reihen und Technik-Drills bis hin zu spielerischen Elementen und kreativen Organisationsformen. Besonders das Formationsfahren erwies sich als wertvolles Werkzeug, für Gruppendynamik, Orientierung im Raum, Rhythmusgefühl und ganz nebenbei für jede Menge Spaß auf der Piste. Ergänzt wurde dies durch zahlreiche Spielformen und Aufgabenstellungen, mit denen sich Technikschwerpunkte „verpacken“ lassen, ohne dass der Übungscharakter verloren geht. So konnten wir viele direkt einsetzbare Ideen mitnehmen, wie Schülerinnen und Schüler motiviert werden und gleichzeitig sichtbar Fortschritte machen.

Nach den Praxistagen folgte an jedem Abend ein Theorie-Input durch die Fortbildungsleiterinnen und -leiter. Hier wurden Inhalte reflektiert, methodische Entscheidungen begründet und das Handwerkszeug für Planung, Sicherheit, Gruppenführung und Unterrichtsorganisation vertieft. Diese Kombination aus Praxis und Theorie machte die Weiterbildung besonders rund und sorgte dafür, dass wir nicht nur „gemacht“, sondern auch verstanden haben, warum bestimmte Schritte im Lehrweg sinnvoll sind.

Und weil eine gelungene Fortbildungswoche auch vom Miteinander lebt, gehörten nach den Theorieeinheiten gelegentlich auch ein kleines Skiwasser und vor allem hitzige Tischtennis-Duelle in der Unterkunft zum festen Tagesausklang.

Untergebracht waren wir in der Pension „Traube“ in Udernsund das darf man ohne Übertreibung „herausragend“ nennen. Die Gastgeberinnen und Gastgeber waren ausgesprochen herzlich und aufmerksam, die Atmosphäre familiär und unkompliziert. Besonders in Erinnerung bleibt das Essen – kaum zu toppen – genau das, was man nach intensiven Tagen auf der Piste braucht.